Ich bin der Herr, dein Gott,
	Der über alles Leben herrscht
	Von Anfang bis zum Ende der Zeit.
	Außerhalb meines gegebenen Rahmens
	Besteht kein dauerhaftes Leben
	Und ich verlange Rechenschaft
	Von Handlungen und Gedanken.

	Wie ich meine heilende Hand in Liebe,
	In Gleichheit allen Menschen reiche,
	Erkennt ihr euren Platz auf Erden
	Nur mit Reue in euren Herzen.

	Sie reichen Güter und Wissen weiter
	An die nächsten, fernsten Gemeinden,
	Meine Liebsten sind die Ärmsten.

	Sie erforschen, heilen und verteidigen
	Jeden in Folter geschändeten, verlorenen,
	Oder ich werde die Unterdrückten aufrichten.

	Beides Bilder meines Reiches,
	Aber keiner wird Frieden finden,
	Außer im Geiste der Demut.


	Im Überschreiten meines Rahmens
	Wird Leben durch Arglist hintergangen,
	Hass erhebt sich als herrschendes Schwert,
	Unterjochung würgt allen Atem ab,

	Und Gegenstände werden zu Waffen,
	Verbrechen beginnen ihren Todesmarsch,

	Und Terror alleine bleibt.
	



Udo Frentzen 1991- 2018