Innere Stimmen


Langsam füllt sich in meinem Kopf,
was Hier und Jetzt nicht können,
mein Wille Schritt für Schritt,
	den ich oben von der Brücke übe,
	spucke in den Kahn, renne rüber,
	wo er folglich überladen absinkt,
		erleichtert, dass es so nicht reichte,
		würge ich weder Freude noch Reue,
		gebe aber trotzig Bestimmtheit dazu.
An flüchtigen Spuren der Sinne,
die wie Rein und Raus verwehen,
krallt sich mein Gedächtnis fest,
	wie lege ich sie in Worten nieder,
	werkle an des Torsos Glieder,
	lösche, ergänze Punkt für Punkt,
		versucht von schillernden Tönen,
		zügle ich weder in Jubel noch Ekel
		den Antrieb zur Besonnenheit.
Jetzt entfalten sich meine Segel,
fliege enthemmt Auf und Davon
hinweg über geologische Spannen,
		mit einer Handvoll Methoden werden
		die Daten geprüft, Fehler behoben
		bis in die fernsten Verkettungen,
			frei aus des Gehirns Kaleidoskop
			entwickeln sich Farbe auf Farbe,
			Wehe, wenn nicht in Bescheidenheit.





Udo Frentzen 2018