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	Am Tor Deines Weinberges frage ich an:
	Gibt es da Arbeit für meine linken Hände?

	Was hast du gelernt? - Poesie.
	Was hast du zuletzt gemacht? - Nicht viel.
	Komm herein, tret auf mein weites Feld.

	Siehst du die steilen Hügel und Rebstöcke,
	Siehst du die dunklen Wälder dahinter liegen,
	Das steinige Ödland und die Umweltschäden?

	Wer macht die Arbeit außer meinen Dienern?
	Hier sind deine Arbeitsklamotten:
	Altes Hemd, Hose, Kappe und feste Schuhe.

	Mach dich fertig,
	Hier sind deine Arbeitswerkzeuge:
	Wort, Stift, Papier und Multi Media.

	Geh an die Arbeit,
	Zuerst wo es heute am Dringendsten Not tut,
	Wo die dicksten Brocken zu räumen sind:

	Wahrheit soll den Image Faschismus brechen,
	Entschlossenheit verwurzelten Hass überwinden.

 



Udo Frentzen 2009 - 2012